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Nest

Viele Menschen bewohnten das Haus.

Nun ist es verlassen.

Seine ehemaligen Nutzer haben alles Mobile mitgenommen. Nur die Wände und der Boden zeugen noch vom vergangenen Leben des Hauses.

Staub hat sich ausgebreitet.

Sonnenlicht hat die gilbe Patina der Räume verstärkt.

Nässe dringt ein. Insekten und Spinnen besiedeln das Haus.

In einem Randbereich des Hauses hat sich offenbar ein besonders großes Exemplar eingenistet. Es hat sich ein Gespinst aus dunklen Knoten und Fäden gebaut.

Solch große Nester sind in unseren Breiten selten. Sie wecken deshalb unseren Forschergeist. Woher kommt es? Wieso breitet es sich hier aus? Ist es ein Gelege oder ein Nahrungsreservoir? Ist es gefährlich? Ist es das Wesen selbst oder lauert irgendwo sein Erbauer?

Die Mutigen unter den ForscherInnen werden sich nah an das Gebilde herantrauen. Ganz nah. So nah, dass sie es berühren können.

Sie werden dann schlagartig feststellen, dass es offenbar Leben enthält. Sie werden erfahren, dass das Nest seinen Raum fest im Griff hat. Das Nest lässt seinen Raum mit Klängen zu den ForscherInnen sprechen.

 

Die Installation Nest basiert konzeptionell auf NERVE 2011, einer gemeinsamen Arbeit, die Monika Ortmann und ich 2011 im Rahmen der Langen Nacht der Museen in Berlin präsentierten.

Kontext

zwischenraumzwischenzeit, Bochum 2013

Beteiligte Kolleg*innen

Monika Ortmann

Gefördert durch

Stiftung Kulturhauptstadt RUHR.2010
Stadt Bochum
BLB NRW