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    Dr. Thomas Bergener

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    Dr. Thomas Bergener

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    Dr. Thomas Bergener

Plattevorderholzvertäfelung

Ein Schulungsraum aus den 60ern.

Die Plattevorderholzvertäfelung erscheint dem Besucher zuerst in der Gestalt eines möglicherweise abgefallenen Stücks der hölzernen Vertäfelung.

Vielleicht aber auch einfach nur als ein vermeintlich beim Auszug vergessenes Element eines Möbelstücks.

Der Raum scheint sonst leer - aber ein Hinweis am Eingang verweist auf das Vorhandensein eines Ausstellungsexponates ...

Wurde das Exponat vergessen? Wurde es nicht rechtzeitig fertig? Oder soll diese Platte etwa das Kunstwerk sein?

Ist es legitim, mit einer quadratischen Platte zur völlig aus der Mode gekommenen Vertäfelung Stellung zu beziehen?

Nur der wirklich respektlose Besucher wird die vierte Dimension der Platte entdecken. Den Klang.

Vorausgesetzt, er traut sich als erster die Platte zu betreten – oder zumindest zu berühren.

In solch einem Fall entsteht im Raum ein Spektakel, bei dem der Besucher schnell entdeckt, dass er es vermag dieses Spektakel selbst zu kontrollieren. Weniger Mutige werden sich mit der dreidimensionalen Präsenz der Plattevorderholzvertäfelung vor ihrer Wand begnügen müssen.

Es sei denn, sie konnten von einem respektlosen Besucher lernen.

Es sei denn, sie waren Zeuge, wie eine Tänzerin mit ihrem Körper dieses ungewöhnliche Instrument „gespielt“ hat.

Kontext

zwischenraumzwischenzeit, Bochum 2013

Beteiligte Kolleg*innen

Adriana Kocijan

Gefördert durch

Stiftung Kulturhauptstadt RUHR.2010
Stadt Bochum
BLB NRW