english
  • Slider din tree 01

    Sergei Pfeifer

  • Slider din schwerte

    Sergei Pfeifer

  • Slider din tree 02

    Sergei Pfeifer

  • Slider wald 3

    Sergei Pfeifer

  • Slider wald 5

    Sergei Pfeifer

  • Slider din tree 03

    Sergei Pfeifer

  • Slider din nes 02
  • Slider din nes 06
  • Slider din nes 07
  • Slider din nes 05
  • Slider din dom 06
  • Slider din dom 05
  • Slider din dom 03
  • Slider din dom 01

DIN 19533

Wir sind in Schwerte - in Wiesen zwischen der ehemaligen Rohrmeisterei und dem Ufer der Ruhr.

Die Rohrmeisterei - ab 1890 als Pumpstation zur Trinkwasserversorgung entstanden und schon ab 1924 vielfach anderweitig genutzt - wurde gerade herausgeputzt. Das  Projekt einer frisch gegründeten Bürgerstiftung hat verhindert, dass das eigentlich denkmalgeschützte Gebäude zur Ruine verkommt.

Die Baumaßnahmen sind längst abgeschlossen, doch auf dem Ruhrplateau hinterm Haus erhebt sich noch der Berg kontaminierten Aushubs und Bauschutts. Schon mehr als ein Jahr zieht sich die Entscheidung, wer die Verantwortung für die Entsorgung des Problembergs übernehmen möchte, hin.

Eine ortsansässige Künstlerin und ihr des Öfteren vor Ort arbeitender Kollege von außerhalb kamen mit Schwerter Bürgern im Angesicht des Berges ins Gespräch.

Flugs entstand aus Anwohner- und Künstlerfrust Bürgerinitiative:

Tenor: Wenn der Müll dort bleiben soll, dann rearrangieren wir ihn uns zu schönster Kunst.

Das Land-Art-Projekt DIN 19533 war geboren. Seinen Titel entlehnt das Projekt der Aufschrift auf dem in der Wiese herumliegenden standardisierten Kunststoffrohr.

 

In drei Phasen legten sich die anliegenden Bürger und die initiativen Künstler ihren Park an und begannen mit der dessen Gestaltung.

 

In Phase 349ft (ab 12. April 2004) pflanzten wir hübsche selbstgezogene Kunststoffrohrbäumchen auf dem Berg. Unsere geradezu eleganten Bäumchen waren die ersten, die mit dem kontaminierten Bauschutt zu recht zukommen schienen.

Mit zurechtgeknickten Schildern eines Bauunternehmers, die wir ebenfalls aus dem Schutt zogen, konnten wir sogar eine vielsagende Beschilderung unseres Werkes errichten.

Leider hatten andere unsere Initiative nicht goutiert. Bereits wenige Stunden nach unserer überaus mühsamen Pflanzarbeit im steinigen Schutt bei strömendem Regen fanden wir unsere jungen Bäumchen bereits wieder entwurzelt vor. Vandalismus? War gar der Grad der Kontamination der Grund für die entsetzliche Entwurzelung?

Das agile Bürger-Künstler-Gestaltungs-Team brauchte eine Pause zur Heilung des entstandenen Selenschmerzes.

 

Einige Wochen später war es dann wieder so weit.

In Phase 586ft (ab 17. Mai 2004) begaben wir uns in den hinteren Teil unseres Parks.

Dieser Bereich erschien uns nachhaltiger für unser geplantes Werk, wuchsen dort doch die Brennesseln bereits mannshoch und waren doch die Umstände um das vorzeitige Ableben unserer hübschen Bäumchen aus der Phase zuvor noch immer ungeklärt.

Unsere Hoffnung erfüllte sich ganz und gar. Die Installation blieb erhalten. Die Fotos sprechen für die Schönheit und Eleganz unserer Installation.

 

 

Nach einer honoren Karenzzeit befand das verantwortungsbewusste Bürger-Künstler-Gestaltungs-Team, das es angebracht sei, unseren Park in eine neue Phase zu überführen.

In Phase 260ft (ab 16. Juli 2004) ergänzten wir - inspiriert von den allenorts entstehenden Weidendome - einen zu kontemplativer Versenkung einladenden PE-HD-Kunststoff-Trinkwasser-Rohr-Dom.