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Laserweiser

Im Frühsommer 2007 feiert Solingen gebührend den Abschluss zweier weiterer, im Rahmen der Regionale 2006 initiierter, Bauprojekte:

Es handelt sich um den neuen Bahnhof Solingen-Mitte und den neu gestalteten Graf-Wilhelm-Platz/Stadtteilplatz.

Beide Projekte verändern in nicht unbedeutendem Maße die Lebensgewohnheiten und die Lebensqualität der Bürger.

Der neue Bahnhof optimiert die Routen des öffentlichen Nahverkehrs und verbessert die Schnittstelle zwischen Bus und Schienenverkehr. Den verbesserten Anschlussmöglichkeiten der Reisenden im Nahverkehr liegt in der Waagschale gegenüber eine verminderte Qualität für jene Kunden, die bisher zu Fuß vom ehemaligen Bahnhof die ca. 750m in die Innenstadt spazierten, denn dieser Fußweg führt künftig entlang einer viel befahrenen Bundesstraße.

Der Neugestaltung des Graf-Wilhelm-Platzes musste der bisher dort angesiedelte Busbahnhof weichen. Die Verlegung des Busbahnhofes um knapp 100m bringt den Bürgern künftig übersichtlichere Umsteigemöglichkeiten. Vor allem aber macht sie Platz für mehr Lebensqualität, mehr Märkte und Events in der Innenstadt. Der Erhalt der Zweiteiligkeit der Fläche verstärkt die Flexibilität für Veranstaltungen unterschiedlicher Größe.

Der glückliche Abschluss der das städtische Leben so stark beeinflussenden Bauprojekte soll mit einer würdigen Feier begangen werden.

Auf Anregung des Solinger Kunstvereins e.V. soll eine Licht-(kunst-)installation das Ereignis flankieren.

Durch die Verlegung des S-Bahn-Haltepunktes entsteht ein neuer Weg in die Innenstadt und damit eine Herausforderung für uns Bürger.

Das Verlassen gewohnter Wege – beziehungsweise das damit verbundene Entdecken und das Sich-auf-neue-Wege-einlassen-müssen – stellt eine der großen Herausforderungen für uns Menschen dar.

Natürlich ganz besonders dann, wenn die Veränderung von außen induziert wurde.
Wir werden plötzlich eingeübter Rituale gewahr. Unsicherheiten und Ängste treten auf.
Für den Prozess der Umgewöhnung – für die notwendige Anpassung der Rituale – benötigen wir Zeit.

Auch wenn dem Ortskundigen der neue Weg intuitiv einsichtig ist, möchten wir ihm die Veränderung bewusst machen. Die bewusste Wahrnehmung einer Veränderung erleichtert und beschleunigt deren Adaption.

Jedem Passanten, der den Bahnhof Mitte Richtung Innenstadt verlässt, reicht die Installation visuelles Geleit in Form eines ca. 475m langen farbigen Leitstrahls entlang des neuen Weges von der Haltestelle bis an den Eingang zur Fußgängerzone.

Der Strahl weist den Weg in die „richtige“ Richtung. Er verläuft schnurgerade über der Straße, im Raum zwischen den Oberleitungen der Busse und den Dächern der anliegenden Gebäude.

Der Laserweiser arbeitet ab Einbruch der Dunkelheit bis in die späte Nacht.

Kontext

1. Solinger Lichternacht 2007