english
  • Slider spiritushuber1 kl

Spiritus Huber

Im Ruhrorter Hafenmund liegt der alte Seitenradschleppdampfer Oscar Huber.
Er wurde vor knapp hundert Jahren in Duisburg erschaffen.

44 Jahre nutzte man ihn zum Ziehen schwerer Lastkähne. Er wurde mehrfach umbenannt, absichtlich eine Zeitlang im Rhein versenkt, sein Herz aus Kohle wurde herausgerissen und gegen eine Heizölmaschine ausgetauscht. Man nutzte ihn ein paar Jahre als Partydampfer. Nach Jahren der Plackerei wurde er dann doch außer Dienst gestellt.  Man band ihn endgültig am Ufer fest. Seiner Maschinenkraft beraubt, dient er fürderhin einem Museum. Hunderte Industriegeschichtsvoyeure treiben sich in seinem Inneren herum.

Nur im Winter hat er seine Ruhe.

Aber irgendetwas ist mit dem leblos scheinenden Schiff. Vor allem im Wohnbereich und in den Maschinenräumen vernehmen sensible Besucher eine mitunter unheimliche Präsenz.
Was ist geblieben? Ist es der Geist des Schiffs, der Spiritus Loci des Dampfschiffs RK XIV - Oscar Huber?

Ido Aharon Iurgel und Wolfram Lakaszus haben sich mit ihren Studierenden der Hochschule Rhein-Waal auf die Suche begeben.

Auf die Suche nach dem Spiritus Huber.

Mit scharfem Verstand und wissenschaftlich-künstlerischer Kompetenz wurden das Schiff und seine Aura untersucht.

Unter Einsatz einer Kombination hochmoderner Forschungsmethoden gingen sie zu Werke.
Dabei entwickelte das 15-köpfige interdisziplinäre Forschungsteam eigens spezielle Suchgeräte, mit denen es sozusagen auf Geisterjagdt ging.

Und tatsächlich wurde man gleich fündig.

Das Entdeckte muss noch erforscht und verstanden werden. Die Untersuchungen und Beratungen dauern an.

Dennoch gehen Iurgel und Lakaszus an die Öffentlichkeit - schließlich versprechen die Akzente ein kritisches kulturaffines Publikum.

Mit Hilfe des Suchgerätes können erstmals auch an (Industrie-)Kultur interessierte Laien sich ein eigenes Bild machen.

 

Den Hinweis darauf, dass etwas besonderes an der Oscar Huber sei, haben Iurgel und Lakaszus übrigens anläßlich eines gemütlichen Spazierganges durch das inspirierende Ruhrort von einem besorgten Bürger erhalten.

Als die beiden dann in den Tagen darauf wie durch Zufall weitere Hinweise und schließlich auch noch einen Link zu einer Website privater Geisterjäger erhielten, war die Sache klar: Die Oscar Huber wurde zum Thema der Ausbildung ihrer Master Studierenden.

 

AmateurwissenschaftlerInnen stellt die Forschenden kostenlos ihre eigens entwickelte experimentelle Software KLJ-3000 zur Verfügung.

Anwender benötigen dazu allerdings ein sehr leistungsfähiges Smartphone oder Tablett mit Android-Betriebssystem.

Suchen Sie bei Interesse im Google Play Store nach KLJ-3000.
Verwendung auf eigens Risiko.

Kontext

37. Duisburger Akzente

Beteiligte Kolleg*innen

Prof. Dr.-Ing. Ido Aharon Iurgel, Adriana Kocijan
Digital Media (Master): Shehroz Alam, Kathrin Eichelberger, Kai Gau, Maximilian Heger, Elvira Kalinowski, Tobias Möller, Christopher Quant, Saskia Rühmkorf, Dominique Schulte, Christian Spieß, Alicia van der Zwaag, Lilian Wittig, Johnathan Yen
Medien- und Kommunikationsinformatik (Bachelor): Jennifer Agar, Adrian Beckmann, Nicolas Fischöder, Jennifer Janicki, Sven Nehls, Denis Paris, Jens Schwalenberg

Gefördert durch

37. Duisburger Akzente