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Spiritus Lwa

Projekt

Spiritus Lwa ist ein transdisziplinäres Kunstprojekt das sich mit dem Einfluss des Digitalen auf die performenden und die darstellenden Künste beschäftigt.

Das Projekt experimentiert mit elektronisch erzeugten mehrdimensionalen Bildern und Klängen. Diese interagieren mit realen Räumen und Menschen, die darauf performativ Bezug nehmen. Klangliche, visuelle und semantische Reihungen, Überlagerungen, Spiegelungen und Interferenzen sind Gegenstand des Interesses.

Es geht dabei auch um das Potenzial der Inszenierung paralleler nonlinearer Erzählstrukturen, und um die Möglichkeiten der Verschränkung von Szenografien - also deren Koppelung über große Entfernungen hinweg.

 

Impulsgeber des Projekts Spiritus Lwa war die Klang- und Augmented-Reality-Installation Spiritus Huber auf dem Museumsschiff Oskar Huber (im Rahmen der 27. Duisburger Akzente).

Der Konzept- und Medienkünstler Wolfram Lakaszus, der Hochschullehrer für Medieninformatik Ido Iurgel, die Theater- und Performancekünstlerin Adriana Kocijan und der Musiker und Hörspielproduzent Wolfgang van Ackeren sind der Kern des Projektteams, das in der Praxis von weiteren KünstlerInnen, aber auch von Studierenden der Fächer Digital Media und Medien- und Kommunikationsinformatik unterstützt wird.

 

Performances im Rahmen von SLFK II und Platzhirsch Wildwechsel

Klanglich begleitet durch Wolfgang von Ackeren am Synthesizer und Wolfram Lakaszus am Kontra­schaf und am Kirschenbrett (experimentelle Musikinstrumente mit Verbindungen ins Internet) performt Adriana Kocijan als Lwa im Raum.

Der Tanz der Performerin ist dem japanischen Butoh sehr nahe - einer Spielrichtung, voller Grotesken die mitunter an die Sinnlosigkeit und das Sterben erinnert.

Kocijan kontrolliert dabei gleichzeitig live eine Reihe von virtuellen Wesen (Avatare) die per Projektion auf Wänden und Gegenständen im Raum erscheinen.

Die Avatare scheinen die Bewegungen der Performerin exakt zu imitieren. Aber die Avatare sind jeweils Teil eigener virtueller Welten.

Diese virtuellen Welten werden von zwei VJs über Computer live manipuliert.

Die Bildsprachen der Projektionen erzählen Geschichten, die nur einen losen Bezug zueinander und zum realen Geschehen im Veranstaltungsraum haben. Die gleichen Bewegungen sind Teil völlig unterschiedlicher sich paralell entwickelnder Welten.

Kocijan improvisiert ihre Performance mitten im Publikum. Zum Teil ignoriert sie die Schaulustigen, zum Teil sucht sie die sehr direkte Interaktion. Dieser stetige Wechsel der Beteiligung, das parallele Geschehen in den virtuellen Welten und der musikalische "Dialog" der Performerin mit den besonderen elektronischen Klängen der Musiker führt das Publikum in ein Reich der grotesken Absurdität..

Tanz, Klänge und Avatare werden jeweils auf den Präsentationsort und sein lokales Umfeld ausgerichtet.

Die Performance wurde zum Abschluss des Projektes SLFK II und im Rahmen von Platzhirsch Wildwechsel - einer kleinen Tournée durch das Ruhrgebiet präsentiert. Mit Etappen in den Rottstr5-Kunsthallen Bochum (fidena Festival 2016), KITeV Oberhausen (Oberhausen Schlaflos 2016), Lehmbruck Museum Duisburg (Platzhirsch Festival 2016) und Affenhack Studios Herne (Herne Funkt im Affenhack 12/2016)

 

Lwa

Ein Lwa (auch Loa oder Lua) ist ein Geist im Voodoo mit großer Macht und beinahe uneingeschränkten Möglichkeiten. Die Vorstellung der Lwa ist älter als die Voodoo-Religion selbst und geht bereits auf deren afrikanische Wurzeln zurück. Das Wort Lwa bedeutet etwa geistiger Führer und bezeichnet ein (normalerweise freundlich gesinntes) Geistwesen.

Eine besondere Fähigkeit der Lwa besteht darin, in den Körper eines Menschen einzufahren und diesen von innen heraus zu leiten und zu führen.

Beteiligte Kolleg*innen

Adriana Kocijan, Denis Paris, Doaa Darwish, Ido Iurgel, Jörg Schmalenberg, Jürgen Grislawski, Nicolas Fischöder, Norbert van Ackeren, Wolfgang van Ackeren, Wolfram Lakaszus

Gefördert durch

Platzhirsch Festival 2016, Duisburg (Stadt Duisburg, Kulturbeirat der Stadt Duisburg, Regionalverband Ruhr, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen), Hochschule Rhein-Waal, Oberhausen Schlaflos 2016 (Stadt Oberhausen)